Bordeaux 2016

Antonio Galloni (Vinous) veröffentlichte seine Bewertungen für die Flaschenabfüllung des Bordeaux-Jahrgangs 2016. Dazu äussert er sich wie folgt: „Die abgefüllten 2016er besitzen das gesamte Potenzial wie schon ab Fass im Januar 2017. Viele davon sind aber jetzt in der Flasche noch besser als en Primeur. Die besten 2016er sind kraftvoll, feinschichtig, lebhaft und atemberaubend schön, um nicht zu sagen köstlich und verführerisch. Für viele Weingüter wird es ein monumentaler Jahrgang!“ Zu seinen glorreichen Sieben mit maximalen 100 Punkten erkor er Haut-Brion, Latour, Mouton-Rothschild, Palmer, Pichon-Lalande und Têrtre Rôteboeuf.

Das Frühjahr naht und so auch die ersten Auslieferungen der Bordeauxweine des Jahrgang 2016. Mit den neusten Bewertungen von Antonio Galloni (Vinous), James Suckling, Lisa Perrotti-Brown (Wine Advocate) und Neal Martin kann man sich ein konkreteres Bild von der Qualitätsentwicklung machen. Und die Prognosen eines grossen bis grossartigen Jahrgangs zeigen sich bestätigt.

Wir haben für Sie in einer Tabelle die verschiedenen Bewertungen zusammengefasst. Nicht alle Weine können Sie in unserem Webshop bestellen. Am besten nutzen Sie deshalb nachfolgendes Bestellformular, wo Sie dazu auch gleich die Bewertungen finden. Wenn Sie Sonderformate wünschen, können Sie dies gleich im Anschluss anbringen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Stöbern!

Chateau Montelena

Die Geschichte von Chateau Montelena begann an einem kühlen Herbstmorgen, als Alfred L. Tubbs den Traum hatte, Weingärten anzulegen. Er hatte gehört, dass das Napa Valley der beste Ort für den Weinanbau in Kalifornien sei. Es wurde ein Geschäft abgeschlossen, und im Januar 1882 war der Unternehmer aus San Francisco stolzer Besitzer von 254 Hektar Land nur zwei Meilen nördlich von Calistoga am Fusse des Mount Saint Helena. Die Böden sind gut bewässert, steinig und locker – perfekt für den Rebbau.

Es dauerte weniger als ein Jahrzehnt, um seinen Traum zu verwirklichen. Zuerst pflanzte Tubbs seine Weinberge, dann baute er sein Chateau und 1886 engagierte er einen französischen Winzer. 1896 war sein Weingut, das damals A.L. Tubbs Winery hiess, das siebtgrösste im Napa Valley. Wie viele andere Weingüter in der Region wurde der Weinbau auf dem Chateau mit der Prohibition beendet. Nach der Aufhebung der Prohibition im Jahr 1933 setzte der Enkel von Tubbs, Chapin Tubbs, das Unternehmen der Familie fort, indem er den Weinberg bewirtschaftete, einige Weine herstellte und auch Trauben an andere Weingüter und Winzer verkaufte. 1940 taufte Chapin das Weingut in Chateau Montelena Winery um, eine Ansammlung von Mount St. Helena.

„Das Weingut Chateau Montelena ist seit über 40 Jahren ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Kurz gesagt, wir waren grün, bevor Grün im Trend lag. Als die Barretts Montelena in den frühen 1970er Jahren wiederbelebten, war das die Zeit der Hippie-Bewegung und das Motto „zurück aufs Land“, und Worte, die wir damals schon verwendeten, waren „Umweltschutz“ und so weiter.“ – Bo Barrett

Zwei Jahre nach dem Tod von Chapin Tubbs im Jahr 1947 wurde die Weinherstellung eingestellt, und Chateau Montelena sollte fast zwei Jahrzehnte lang nicht mehr als Weingut funktionieren. Die Familie Tubbs verkaufte das Chateau 1958. Zu diesem Zeitpunkt gingen das Steingebäude und sein bewachsenes Gelände in die Hände von Yort und Jeanie Frank über, die einen friedlichen Ort für ihren Ruhestand suchten. Die Franks emigrierten vor dem Zweiten Weltkrieg aus Hongkong und lebten in Südkalifornien, wo Frank als Elektroingenieur tätig war. Das Chateau inspirierte Frank dazu, einen See auszuheben und das Gelände so zu gestalten, dass es die chinesischen Gärten seiner Heimat widerspiegelt. Heute gilt der Jade-See als eines der schönsten Heiligtümer des Napa-Tals, Heimat einer Vielzahl von Fischen und Wildtieren und umgeben von Trauerweiden und einheimischer Fauna.

Das nächste Kapitel begann mit der Renaissance des Chateau Montelena Winery und des Weingutes in den frühen 1970er Jahren. Unter der Leitung von Jim Barrett wurde der Weinberg gerodet und neu bepflanzt, und das Chateau wurde mit modernerster Weinbautechnologie ausgestattet. Er stellte ein Team zusammen, das den Weinberg und die Weinherstellung beaufsichtigte, der Betriebe wuchs und Barret schloss Verträge für die qualitativ hochwertigsten Trauben im Napa-Tal ab. 1972 wurden zum ersten Mal Weine hergestellt. Jahrzehnte später gedeiht dieses gefeierte Familienunternehmen mit Jims Sohn Bo Barrett an der Spitze weiter.

1976 trug Chateau Montelena dazu bei, Kalifornien an die Spitze der Weinwelt zu katapultieren. In jenem Jahr versammelte sich ein Who-is-Who des französischen Wein- und Gastronomie-Establishments zu einer grossen Verkostung im Hotel Inter-Continental in Paris.

Vier weisse Burgunder traten gegen sechs kalifornische Chardonnays auf. Bei der Bewertung waren die französischen Richter überzeugt davon, dass es sich bei dem Spitzenreiter unter den Weissweinen um einen der ihren handelte. Tatsächlich war es der Chardonnay von Chateau Montelena aus dem Jahr 1973, der am besten bewertet wurde. Das Resultat bewies, dass Chateau Montelena zu den besten Weinen der Welt gehörte und dass die kalifornische Weinindustrie erwachsen geworden war.

Die Weinberge von Chateau Montelena befinden sich auf einem abwechslungsreichen Gelände mit flachen Teilen sowie steilen Hängen. Der Weinberg fällt sanft ab, wo sich Sedimentboden durch die Absetzung eines alten Ozeans oder Sees abgelagert hat. Im hinteren und äusseren Bereich des Weinbergs befinden sich vulkanische Böden, die durch antike Lavaströme gebildet wurden, die durch tektonische Anhebung entstanden sind.

Dieses abwechslungsreiche Bodenprofil führt zu einem aromatischen, reichhaltigen und körperreichen Cabernet Sauvignon, der sich durch den einzigartigen erdig-beerigen Geschmack auszeichnet, das Merkmal von Montelena.  Die jahrzehntealten Zinfandel-Reben, die in vulkanischer Erde wurzeln, ergeben zusammen mit den 10 Jahre alten Reben in Schwemmland einen Wein mit einem würzigen, reifen Beerenaroma.

Komplexer Duft nach Brombeerkuchen, Nelken, Zimt, Kokos und getrockneten schwarzen Johannisbeeren. Geschmeidiger Start am Gaumen, gefolgt von junger, knackiger Säure und Aromen von Pflaumensaft und roten Früchten. Das Finale dann mit körnigen Tanninen und erneut getrockneten schwarzen Johannisbeeren. 98% Cabernet Sauvignon ergänzt mit luftigen 2% Cabernet Franc. Ausbau während 22 Monaten in französischer Eiche.

CHF 98.-/Fl. (75 cl) / CHF 201.-/Magnum zzgl. MwSt

Neues Probepaket mit Winzer-Champagnern

Assortiment Winzerchampagner zum Kennenlern-Preis von CHF 345.- (inkl. 7,7% MwSt) mit je einer Flasche:  

La Source Extra Brut 2016, Champagne Domaine de Bichery

50% Chardonnay, 50% Pinot  Noir

Special Club 2008, 1er Cru, Champagne J. Lassalle

60% Chardonnay, 40% Pinot Noir

Jolivettes 2015, Grand Cru, Champagne Nicolas Maillart

100% Pinot Noir

Clos de L’Abbaye Blanc de Blancs Extra Brut 2011, 1er Cru, Champagne Doyard

100% Chardonnay

Initiation 2015, Champagne Benoît Déhu

78% Meunier, 22% Pinot Noir

La Parcelle Connigis Brut Nature 2016, Champagne La Parcelle Chevreux-Bournazel

100% Meunier

NICOLAS MAILLART

Jolivettes 2015 Grand Cru, Champagne Nicolas Maillart

CHF 54.-/Fl. (75 cl), zzgl. MwSt

Die Maillarts blicken auf eine traditionsreiche Winzergeschichte zurück, die sich bis ins Jahr 1753 zurückverfolgen lässt. Seit 2003 sind die Zügel in den Händen von Nicolas Maillart und zwar in neunter Generation. Ganz im Sinne der 300 Jahre alten Tradition arbeitet man dahin, das Champagner-Terroir bestmöglich zum Ausdruck zu bringen.

Dieser reine Pinot Noir von mehr als 30jährigen Reben stammt aus der Grand-Cru-Lage Bouzy. Der Ausbau erfolgt in Holzfässern, die Dosage beträgt lediglich 1 Gramm. Richard Juhlin, der weltweit als die Nummer eins unter den Champagnerexperten gilt und bekannt für seine strenge Bewertung ist, gab Jolivettes 95 Punkte! Das will schon was heissen. Er schreibt: „Maillart kann als einer der führenden Champagnererzeuger angesehen werden. Wenn er so weitermacht, werden die 5 Sterne bald Realität sein. Die zwei neuen lieux-dits von Maillart des Jahrgangs 2015 gehören zu meinen grössten Erfahrungen im Jahr 2019.“

LA PARCELLE CHEVREUX-BOURNAZEL

La Parcelle Connigis Brut Nature 2016 Champagne La Parcelle Chevreux-Bournazel

CHF 66.-/Fl. (75 cl), zzgl. MwSt

Vermutlich der kleinste Weinberg der Region, ein klitzekleiner aber ein herrlicher Produzent! Diese winzige Parzelle befindet sich an einer anspruchsvollen 45-Grad-Hanglage mit einer optimalen südlichen Ausrichtung. Das Winzerpaar Stéphanie Chevreux et Julien Bournazel erzeugen leidenschaftlich lediglich vier Fässer Champagner aus Pinot Meunier und einige Flaschen Ratafia. Vom Weinberg bis in die Flasche erfolgt alles biodynamisch.

Diese seltene Cuvée stammt aus einer einzigen Parzelle in der Gemeinde Connigis. Spontanvergärung mit natürlichen Hefen, malolaktische Gärung als natürlicher Prozess, keine Filtration, keine Schönung, regelmässige Batonnage nach dem Mondkalender, Ausbau während 10 Monaten in Eichenfässern. Die Tirage erfolgte am 25. Juli 2017 an einem Frucht-Tag, das Degorgement am 5. November 2018 an einem Wurzel-Tag. Sehr wenig Sulfit (20mg/l), keine Dosage. Wir freuen uns wie ein Schneekönig, einige Flaschen dieser Rarität offerieren zu dürfen.

DOMAINE DE BICHERY

La Source Extra Brut 2016 Champagne Domaine de Bichery

CHF 39.-/Fl. (75 cl), zzgl. MwSt / CHF 83.-/Fl. (150 cl), zzgl. MwSt

Hannah und Raphaël Boesel-Piconnet legen mit ihren ersten Cuvées des Jahrgangs 2015 ein fantastisches Debüt hin. Wir sind von Anfang an dabei – mit Stolz und Begeisterung! Nach verschiedenen Etappen an renommierten Weingütern im Burgund, der Schweiz und Bordeaux, kehrt Raphaël im Laufe der Saison 2013 auf das Familiengut an der Côte des Bar zurück.  Die rund 10 verschiedenen Parzellen des Gutes verteilen sich auf zwei Gemeinden und erstrecken sich auf einen Umkreis von 10 Kilometer rund um die Domaine. Dem Terroir entsprechend sind diese Parzellen zu 60% mit Pinot Noir, zu 30% mit Chardonnay und ein wenig Pinot Meunier bestockt.

Gleich nach seiner Rückkehr beschliesst Raphaël, versuchsweise zunächst einige Teile und schliesslich ab 2015 die gesamte Rebfläche ausschliesslich biologisch zu bearbeiten. Und so ist die Domaine seit 2016 offiziell bei ECOCERT zertifiziert. Von Anfang an lag der Fokus bei der Arbeit im Weinberg. Daraus Champagner und Wein herzustellen, war aber immer schon Ziel und wurde 2015 erstmals realisiert. In einer eigens zu diesem Zweck renovierten Scheune, in welcher bereits Raphaëls Grossvater Wein produzierte, vinifizert der Jungwinzer im Herbst 2015 also zunächst seine ersten 5‘000 Flaschen Champagner und Côteaux Champenois. Und was für ein Jahr um zu beginnen!

Philosophie und Bestreben der Domaine sind es, in ihren Champagnern jedes einzelne Jahr mit seinen Facetten zum Ausdruck zu bringen. Ungeschönt, ehrlich. Kein Jahr ist wie das andere. Und so sind auch die Verhältnisse in Abhängigkeit von Wetter und Natur jedes Jahr eine neue Herausforderung. Ziel ist es letztendlich, die Qualität der Arbeit, die Liebe zum Weinbau und den Umgang mit der Natur in der Flasche zu erleben, zu riechen und zu schmecken.

La Source 2016 ist der zweite Jahrgang dieser jungen Domäne und besteht je zur Hälfte aus Chardonnay und Pinot Noir. Der Ausbau erfolgt in Holzfässern, die Raphaël zu diesem Zweck von seinem besten Freund aus Pommard bezieht. 2 Gramm Dosage.

BENOÎT DÉHU

Initiation 2015 Champagne Benoît Déhu

CHF 52.-/Fl. (75 cl), zzgl. MwSt

Das Champagnerhaus von Déhu Père et Fils wurde 1787, zwei Jahre vor der Französischen Revolution, gegründet. Seit den 80er Jahren erzeugt die Familie in einer Genossenschaft ihre eigenen Champagner. Benoît Déhu repräsentiert heute die achte Generation von Vignerons und leitet mit viel Geschick die gut etablierte Familiendomäne, die sich in Fossoy im Vallée de la Marne befindet. Die Weinberge der Familie Déhu erstrecken sich auf insgesamt 13 Hektar Anbaufläche. Die Sensibilität für Holz erlernte Benoît Déhu im renommierten Haus Bollinger. Im Jahre 2000 kehrt er in den Familienbetrieb zurück und bewirtschaftet seither etwa 2 Hektar Rebland auf biodynamische Weise und unter eigenem Namen, nämlich Champagne Benoît Déhu.

Die Rebflächen sind hauptsächlich mit Pinot Meunier (95%) bestockt, die das hiesige Terroir hervorragend repräsentieren. Ein kleiner Teil ist mit Pinot Noir bepflanzt. Die Meunier-Reben wurzeln tief in den harten Tonboden, um an Wasser zu gelangen. Naturnah zu arbeiten hat für Benoît einen hohen Stellenwert. Neben einem Öko-Gebäude der Domäne wird vor Ort Regenwasser recycelt und für biologisches Düngungsmittel verwendet. Darüber hinaus stellt Benoît seinen eigenen organischen Kompost im nahestehenden Wald her.

Im Weinkeller wird so wenig wie möglich eingegriffen, die Jungweine werden weder gekühlt, noch geschönt oder filtriert. Auf die malolaktische Gärung verzichtet der Winzer, um so das Potential für eine längere Reife zu unterstützen. Nach fast einem Jahr Eichenfass-Ausbau werden die Jungweine in Flaschen gefüllt und für mindestens zwei weitere Jahre im Kreidekeller der Domäne ausgebaut.

Mit einer Jahresproduktion von weniger als 5‘000 Flaschen zählen die Champagner von Benoît Déhu zu den gefragtesten Raritäten des Champagnermarktes.

Initiation: 78% Pinot Meunier, 22% Pinot Noir. Der Pinot Noir stammt aus einer kleinen Parzelle am Fusse der „La Rue des Noyers“ in Fossoy, die Benoît 2010 mit einer Selection massale (Feldselektion) von Burgunder Pommard-Klonen gepflanzt hat. Der Pinot Meunier wird aus Reben der gleichen Parzelle gewonnen, die auch für die Cuvée „La Rue des Noyers“ verwendet wird.  Der Ausbau erfolgt 10 Monate lang in 228-Liter-Eichenfässern mit natürlicher Hefe bei 12 Grad Celsius (wodurch eine malolaktische Gärung vermieden wird). Ungeschönt und ungefiltert, keine Dosage. Die erste Nase mit zarten Aromen von gerösteten Haselnüssen, karamellisiertem Apfel, Rosen, kandierten Aprikosen, Kumquats und Lindenblüten. Mit etwas Luftkontakt folgen rauchige Noten, Mandarinen, Kirschen, Honig, und Gewürze wie Kardamom und Sternanis. Am Gaumen dicht und mit einer saftigen Säure, die an Pomelo und Mandarinen erinnert. Im Abgang frisch, mineralisch und minzig.

CHAMPAGNE DOYARD

Clos de L’Abbaye Blanc de Blancs Extra Brut 2011 1er Cru, Champagne Doyard

CHF 73.-/Fl. (75 cl), zzgl. MwSt

Seit zwölf Generationen winzern die Doyards und seit vier Generationen erzeugt der Familienbetrieb Champagner aus eigenen Trauben. Ohne viel Aufhebens betreibt man naturnahen Weinbau und verzichtet auf Chemie bereits seit Anfang der 90er Jahre. Sowohl biologischer als auch biodynamischer Weinbau kommt hier zur Anwendung. Nur das allerbeste Traubengut wird für die eigenen Champagner verwendet. Da kann man es sich dann auch leisten, im Keller der Natur die Zügel locker zu lassen und nur dort einzugreifen, wo es nötig ist. Aber auch hier geht die Qualität vor. Und da steht sie, die Presse, der Rolls-Royce unter den Pressen und konsequenterweise presst sie den Wein hier nur einmal. Dafür wird diese eine Pressung in drei Serien eingeteilt. So stammen die Jahrgangsweine nur von den ersten zwei Serien. Qualitätsdenken vom Feinsten. Der Ausbau der Grundweine findet zur Hälfte in gebrauchten Holzfässern statt. Doyard’s Champagner sind nicht laut, sie haben nichts Aufdringliches. Aber sie haben viel zu sagen. Was sie auszeichnet ist eine unverfälschte Eleganz in Kombination mit Mineralität und feinem Fruchtspiel. Keine Aromakomponente dominiert aber alle zusammen bäumen sich auf zu einem stimmigen Gesamtbild. Und sorgen für genussvolle Momente.

Die Parzelle Clos de l’Abbaye fasst einen halben Hektar Rebfläche, die 1956 mit Chardonnay bepflanzt wurde. Die isolierte Lage und die Kalkböden sorgen für den typischen Stil. Naturnaher Anbau und niedriger Ertrag (35 bis 40 hl/ha). Nur erste Pressung, Ausbau im Holzfass, keine Chaptalisation, kein biologischer Säureabbau, 3 Gramm Dosage.

CHAMPAGNE J. LASSALLE

Special Club 2008 1er Cru, Champagne J. Lassalle

CHF 61.-/Fl. (75 cl), zzgl. MwSt

Wir befinden uns im Herzen der Montagne de Reims, im charmanten und wohlklingenden Dörfchen Chigny-les-Roses. Das Weingut ist seit der Gründung 1942 durch Jules Lassalle in Familienbesitz. Nach seinem Tod im Jahre 1982 übernahm seine Frau Olga und Tochter Chantal die Führung. 2006 gesellte sich Angéline dazu, die Enkelin des Gründers. So arbeiten drei Frauengenerationen Hand in Hand. Sie bewahren den einzigartigen Stil und den hohen Qualitätsstandard des Gründers – und sie bereichern ihn mit einer femininen Note. Aus Überzeugung werden sowohl im Weinberg als auch im Weinkeller die traditionellen Methoden streng eingehalten. Entsprechend erfolgen die Arbeitsgänge wie zum Beispiel die Rémuage – das Rütteln der Flaschen – konsequenterweise von Hand und reifen dann für mindestens 5-10 Jahre auf der Hefe. Es wird nur die Cuvée, d. h. der Saft der ersten Pressung, für die Champagnerherstellung verwendet.

Man ist seit 1979 Mitglied des „Club Trésors de Champagne“, dem ältesten, 1971 gegründeten Winzerverband in der Champagne. Man setzt sich gemeinsam für höchste Qualitätsstandards ein und releast ausschliesslich in Jahrgangsjahren den „Special Club“. Die Flasche ist für alle Mitglieder die gleiche und kommt unter dem Namen „Special Club“ auf den Markt. Der Special Club 2008 von Champagne J. Lassalle besteht zu 60% aus Chardonnay und 40% Pinot Noir und hat 10 Jahre auf der Hefe verbracht. Dosage: 8-9 Gramm/Liter.  

Talentierte Jungwinzer entdeckt

Hannah und Raphaël Boesel-Piconnet legen mit ihren ersten Cuvées des Jahrgangs 2015 ein fantastisches Debüt hin. Wir sind von Anfang an dabei – mit Stolz und Begeisterung! Nach verschiedenen Etappen an renommierten Weingütern im Burgund, der Schweiz und Bordeaux, kehrt Raphaël im Laufe der Saison 2013 auf das Familiengut an der Côte des Bar zurück.  Die rund 10 verschiedenen Parzellen des Gutes verteilen sich auf zwei Gemeinden und erstrecken sich auf einen Umkreis von 10 Kilometer rund um die Domaine. Dem Terroir entsprechend sind diese Parzellen zu 60% mit Pinot Noir, zu 30% mit Chardonnay und ein wenig Pinot Meunier bestockt.

Gleich nach seiner Rückkehr beschliesst Raphaël, versuchsweise zunächst einige Teile und schliesslich ab 2015 die gesamte Rebfläche biologisch zu bearbeiten. Und so ist die Domaine seit 2016 offiziell bei ECOCERT zertifiziert.

Von Anfang an lag der Fokus bei der Arbeit im Weinberg. Daraus Champagner und Wein herzustellen, war aber immer schon das Ziel und wurde 2015 erstmals realisiert.

In einer eigens zu diesem Zweck renovierten Scheune, in welcher bereits Raphaëls Grossvater Wein produzierte, vinifiziert der Jungwinzer im Herbst 2015 also zunächst seine ersten 5‘000 Flaschen Champagner und Côteaux Champenois. Und was für ein Jahr um zu beginnen!

Philosophie und Bestreben der Domaine sind es, in ihren Champagnern jedes einzelne Jahr mit seinen Facetten zum Ausdruck zu bringen. Ungeschönt, ehrlich. Kein Jahr ist wie das andere. Und so sind auch die Verhältnisse in Abhängigkeit von Wetter und Natur jedes Jahr eine neue Herausforderung. Ziel ist es letztendlich, die Qualität der Arbeit, die Liebe zum Weinbau und den Umgang mit der Natur in der Flasche zu erleben, zu riechen und zu schmecken.

La Source Extra Brut 2015 Champagne Domaine de Bichery     

Eine Assemblage aus 40% Chardonnay und 60% Pinot Noir; zu 30% in Holzfässern vergoren und zu 40% im Holzfass ausgebaut, die Raphaël zu diesem Zweck von seinem besten Freund aus Pommard bezieht. 4 Gramm Dosage.

Preis/Fl.: CHF 41.00 exkl. 7.7% MwSt

Preis/Magnum: CHF 87.00 exkl. 7.7% MwSt

La Source Extra Brut 2016 Champagne Domaine de Bichery     

Eine Assemblage aus 50% Chardonnay und 50% Pinot Noir; zu 30-40 % reifen 10 Monate in Holzfässern. 2 Gramm Dosage pro Liter.

Preis/Fl.: CHF 39.00 exkl. 7.7% MwSt

Preis/Magnum: CHF 83.00 exkl. 7.7% MwSt

Les Fontaines Rosé Brut 2015 Champagne Domaine de Bichery

Ein Rosé aus einer Assemblage 85% Weiss- und 15% Rotwein, aus 100% Pinot Noir Trauben und einer einzigen Parzelle. Jedoch wurden die für den Rotwein vorgesehen Trauben zwei Wochen später geerntet. Sowohl Rot- als auch Weisswein wurden zu 30% im Holzfass ausgebaut. 7 Gramm Dosage.

Preis/Fl.: CHF 46.00 exkl. 7.7% MwSt

Preis/Magnum: CHF 97.00 exkl. 7.7% MwSt

Les Fontaines Rosé non dosé Brut 2015 Champagne Domaine de Bichery

Preis/Fl.: CHF 46.00 exkl. 7.7% MwSt

Les Fontaines Rosé Extra Brut 2016 Champagne Domaine de Bichery

Ein Rosé aus einer Assemblage 85% Weiss- und 15% Rotwein, aus 100% Pinot Noir Trauben und einer einzigen Parzelle. Sowohl Rot- als auch Weisswein wurden zu 40% für zehn Monate im Holzfass ausgebaut. Die Dosage beträgt 2 Gramm pro Liter.

Preis/Fl.: CHF 44.00 exkl. 7.7% MwSt

Preis/Magnum: CHF 93.00 exkl. 7.7% MwSt

Assortiment aus je 3 Fl. La Source Extra Brut und Les Fontaines Rosé Brut 2015

Preis/Fl.: CHF 246.00 exkl. 7.7% MwSt

Louis Roederer

Eines der letzten grossen Häuser in Familienbesitz

Als der Ästhet und Unternehmer Louis Roederer das Haus im Jahre 1833 erbte, hatte er eine Vision: Er wollte sein Weingut erweitern, um alle Schritte der Weinbereitung zu kontrollieren. So nämlich war es ihm möglich einen einzigartigen Stil, Esprit und Geschmack zu erschaffen. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb er entgegen den damaligen Gepflogenheiten ausgewählte Grands-Cru-Parzellen hinzu, wobei er selektiv vorging und seinem Instinkt vertraute.

Während andere Trauben kauften, widmete er sich voller Liebe den Weinbergen: Er machte sich vertraut mit dem Charakter jeder einzelnen Lage und kaufte gezielt nur das Beste. Er war nämlich der Überzeugung, dass der Charakter eines jeden grossen Weins zu allererst durch den Boden geprägt wird. Des Weiteren kreierte der leidenschaftliche Forscher Louis Roederer einen neuen Champagner eigens für den Zaren, womit eine neue Idee geboren wurde: Die erste „Cuvée de Prestige“, die 1876 unter dem Namen „Cristal“ lanciert wurde. Ihre Subtilität und Eleganz bildeten fortan die Grundlage des hervorragenden Rufes des Hauses.

Der weitere Erbe des Hauses, Léon Olry Roederer, setzte sich in den 1920er Jahren zunächst für den Wiederaufbau des Weingutes ein. Sein Ziel war es, ausgewogene Weine zu schaffen, bei denen das konstante und zarte Zusammenspiel mehrerer Jahrgänge eine stets perfekte Qualität garantierte. Es handelte sich um die ersten Entwürfe des künftigen Brut Premier. Diese wunderbare Assemblage trug zum Aufschwung des Hauses Louis Roederer bei.

Nach seinem Tode übernahm seine Gattin Camille ab 1933 mit ihrem lebhaften Temperament und einer bemerkenswerten Energie die Führung des Hauses. Ihre Liebe gehörte dem Pferderennen, ihr Rennstall zählte zu den bekanntesten weltweit. Sie wirkte darüber hinaus als erfahrene Mäzenin und liess das genussreiche und festliche Image des Champagners wieder aufleben. Dazu veranstaltete sie zahlreiche Empfänge im Herrenhaus der Familie in Reims. Diese Soirées, bei denen eine neue Generation von Weinliebhabern zu Champagnerverkostungen eingeladen wurde, ging in die Geschichte des Hauses ein.

Auf dem Familienbetrieb wird der biodynamische Weinbau leise aber stetig vorangetrieben.

Ihre Nachfolge trat ihr Enkel, der Önologe und Agrarwissenschaftler Jean-Claude Rouzaud an. Er entschied sich die Neuordnung der Böden in Angriff zu nehmen. Durch seinen leidenschaftlichen Einsatz, voll und ganz der Kunst der Weinbereitung gewidmet, pflegte er den anspruchsvollen Erfindergeist, der den besonderen Charakter des Hauses ausmacht, mehr denn je.

Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1776 in Reims ist das Weingut Louis Roederer im Besitz derselben Familie. Es gehört heute zu den drei bedeutendsten, unabhängigen Champagnerhäuser. Seit Januar 2006 führt Frédéric Rouzaud, direkter Nachfahre von Louis Roederer, als Président-Directeur Général, die ausschliesslich an der Qualität orientierte Firmenphilosophie fort.

Das Juwel des Hauses Louis Roederer, die Cuvée Cristal ist die vollkommene Verkörperung des Champagner. Champagne Louis Roederer Cristal ist die weltweit erste Prestige-Cuvée und wurde im Jahr 1876 für Zar Alexander II geschaffen. Cristal ist bis heute seiner ursprünglichen Inspiration treu geblieben: der Verkörperung von Eleganz, Reinheit und Einzigartigkeit. Die Cuvée Cristal, die 5 Jahre auf der Hefe reift, erfüllt allerstrengste Herstellungskriterien, die eine peinlich genaue Auswahl der Lagen, der Trauben und schliesslich der Weine erfordern. Es werden nur Pinot Noir- und die Chardonnay-Trauben der 10 besten Lagen der Weinberge des Hauses verwendet. Die Weinstöcke sind mindestens 25 Jahre alt. Die Cuvée erfüllt jeden Anspruch an höchstem Genuss; denn nur Komplexität und Eleganz zählt. Kein Wunder, dass Amerikas Weinpapst Robert Parker schreibt: Als einer der allerfeinsten Champagner, die ich je an meine Lippen führte, präsentiert sich die Cuvée mit Haselnuss und Apfelaromen. Diese Schönheit ist elegant und tief, enorm konzentriert und unglaublich lang anhaltend.